Gehpausen

Altes Thema neu aufgegriffen

Wir hatten schon mehrfach über dieses interessante Thema gesprochen: Gehpausen auf längeren Strecken, auch bei Marathonläufen. Bislang beruhten die Aussagen nur auf Vermutungen, jetzt gibt es eine wissenschaftliche Untersuchung dazu.

 

Die Studie zum Thema Gehpausen

Mai 2013, der Kasseler Marathon steht an. Unter den Teilnehmern 42 Läufer und Läuferinnen, die sich für eine Studie des Sportwissenschaftlers Prof. Dr. Kuno Hottenrott angemeldet haben. Den Hintergrund der Untersuchung bildet die im Raum stehende Frage, inwieweit Gehpausen einerseits das zeitliche Ergebnis, andererseits das subjektive Empfinden während und nach dem Lauf sowie in der Erholungszeit beeinflussen.

Die Probanden – Freizeitläufer, die bis dahin wöchentlich zwischen 10 und 20 km liefen – wurden drei Monate lang speziell vorbereitet und für den Kassel Marathon selbst in zwei Gruppen eingeteilt: Die einen liefen die Strecke durchweg, die anderen legten alle 2,5 km eine Gehpause von einer Minute ein.

Die Ergebnisse der Studie scheinen die Empfehlungen des amerikanischen Laufgurus Jeff Galloway zu bestätigen, der Gehpausen beim Laufen längerer Strecken schon seit Jahren propagiert: Die Gruppe der Läufer/ innen, die Gehpausen eingelegt hatte, kamen im Durchschnitt lediglich 7 Minuten später ins Ziel als die, die durchgehend gelaufen war. Ein Unterschied, der statistisch gesehen nicht besonders relevant ist, wenn man die durchschnittliche Laufzeit von rund 4 Stunden bedenkt.

Ob man diese 7 Minuten persönlich als vertretbar ansieht, bleibt jedem Läufer selbst überlassen. Auf jeden Fall interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die Gehpausen legten alle 2,5 km eine Gehpause von einer Minute ein.

Das Ergenis: Gehpausen sind sinnvoll

Die Ergebnisse der Studie scheinen die Empfehlungen des amerikanischen Laufgurus Jeff Galloway zu bestätigen, der Gehpausen beim Laufen längerer Strecken schon seit Jahren propagiert: Die Gruppe der Läufer/ innen, die Gehpausen eingelegt hatte, kamen im Durchschnitt lediglich 7 Minuten später ins Ziel als die, die durchgehend gelaufen war. Ein Unterschied, der statistisch gesehen nicht besonders relevant ist, wenn man die durchschnittliche Laufzeit von rund 4 Stunden bedenkt.

Ob man diese 7 Minuten persönlich als vertretbar ansieht, bleibt jedem Läufer selbst überlassen. Auf jeden Fall interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die Gehpausengruppe übereinstimmend berichtete, dass weniger Muskelschmerzen auftraten und dass sich auch der subjektive Erschöpfungszustand in Grenzen hielt. Während 40 % der Laufgruppe von extremer Erschöpfung berichtete, waren es bei der Gehpausengruppe lediglich 5 %. Die Untersuchung der Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System zeigt bei beiden Gruppen annähernd gleiche Werte jener Faktoren, die den kurzfristigen Stress einer hohen Dauerbelastung immer kennzeichnen.

Eine interessante Studie, die die Diskussion um Gehpausen zwar nicht verstummen lassen wird, doch mit neuen Fakten unterlegt. Abgesehen von den Untersuchungsergebnissen ist es jedoch für viele Läufer eine Frage der Ehre, einen Marathon ohne Gehpausen durchzulaufen.