Test: SAUCONY Peregrine 10

Ausgewogenheit in Perfektion

Der SAUCONY Peregrine 10 ist für seine Ausgewogenheit bekannt. Der Trailklassiker von SAUCONY konnte durch seine hohe Verlässlichkeit auf dem Trail bei ausreichender Dynamik eine ordentliche Fangemeinschaft generieren. Die neue, zehnte Variante hat so einige Änderungen im Gepäck. Ob diese den Trailschuh noch weiter verbessern, habe ich getestet.

 

Neuer Name, neue Dämpfung

Zuerst einmal vorab: Mein Testschuh ist die Standardausführung des SAUCONY Peregrine 10. Es gibt den Trailschuh aber auch in der wasserfesten GTX-Variante. Das ist gerade für Trailläufe bei Wind und Wetter eine sehr angenehme Option. Aber kommen wir zu den Änderungen des SAUCONY Peregrine 10 im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem SAUCONY Peregrine ISO. Die erste Auffälligkeit ist der andere Name. Die Rückkehr zur alten Zählung hängt direkt mit der neuen Technologie für die Passform des SAUCONY Peregrine 10 zusammen: Statt ISO sorgt nun die sogenannte FORMFIT-Technologie für einen enganliegenden Sitz mit hoher Kontrolle. Fast alle Laufschuhe von SAUCONY verfügen in der aktuellen Variante über diese Technologie. Im SAUCONY Peregrine 10 ist sie, genau wie die Dämpfung, spezifisch auf den Trail zugeschnitten.

Womit wir auch direkt bei der zweiten großen Änderung angelangt sind: Die Zwischensohlendämpfung des SAUCONY Peregrine 10 profitiert von der PWRRUN-Technologie. Das neue Dämpfungssystem ist für eine hohe Energierückführung bei angenehm weicher Stoßreduktion bekannt. Im SAUCONY Peregrine 10 steht der protektive Aspekt natürlich im Vordergrund. So schützt die Dämpfung vor allem vor zu hartem Aufkommen auf dem Trail. Diese Veränderungen sind schon eher größerer Natur, weswegen ich davon ausgehe, dass sie nicht spurlos am Peregrine 10 vorbei gegangen sind.

Der Lauf

Beim Auspacken meines Testschuhs muss ich feststellen, dass ich die meisten Trailschuhe nicht besonders ästhetisch finde. Der SAUCONY Peregrine 10 ist optisch gesehen etwas klobig, wirkt dafür aber auch sehr robust. Das kann bekannterweise gerade in anspruchsvollen Terrains nicht schaden. Im Vergleich würde ich behaupten, dass der SAUCONY Peregrine 10 ein wenig schnittiger geworden ist.

Zum Glück will ich auf keine Modenschau, sondern in den Wald, also rein in den Laufschuh. Das erste Feeling am Fuß ist positiv. Für einen Trailschuh ist der SAUCONY Peregrine 10 verhältnismäßig weich, fühlt sich aber aufgrund der direkten und festen Passform nicht schwammig an. Auf asphaltiertem Boden sind die Stollen der PWRTRAC-Sohle etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht störend.

Deswegen entschließe ich mich auch dazu, die Strecke zum eigentlichen Trail auch im SAUCONY Peregrine 10 zurückzulegen. Damit hat der Trailschuh auch keinerlei Probleme. Die Sohle wirkt robust und die Dämpfung ist ja ohnehin eher stärker, weswegen auch harte Untergründe zum Repertoire gehören. Im Wald angekommen, verliere ich keine Zeit. Ich verlasse direkt den Weg und schlage mich querfeldein durch den leicht feuchten Wald. Es geht sowohl steil bergauf als auch genauso steil wieder bergab. Der SAUCONY Peregrine 10 macht hier genau das, was ich von ihm erwartet habe: Die Sohle findet auch auf dem teilweise etwas rutschigen und matschigen Untergrund guten Halt. Selbst wenn es richtig bergab geht, sorgen die multidirektional ausgerichteten Stollen für eine hohe Kontrolle. Der SAUCONY Peregrine 10 ist ganz sicher kein Trailschuh für größtmögliche Geschwindigkeiten im Trail. Läufer*innen, die einen sehr direkten Bodenkontakt bevorzugen, sollten sich andere Trailschuhe, die mehr auf Dynamik ausgerichtet sind, anschauen. Der SAUCONY Peregrine 10 überzeugt stattdessen durch seine Verlässlichkeit und Robustheit im Trail.

Fazit

Wieder zuhause geht es an die Frage, wem ich den SAUCONY Peregrine 10 empfehlen würde. Aber erstmal zurück zum Anfang: Der SAUCONY Peregrine 10 profitiert durch die Umstellung auf FORMFIT und PWRRUN. Meiner Meinung nach ist es so, dass der Trailschuh seine Stärken jetzt noch besser ausspielen kann.

Ich habe oben bereits erwähnt, wer den SAUCONY Peregrine 10 wohl weniger gut finden könnte. Ich glaube aber, dass er durch seine hohe Kontrolle und Stabilität bei vielen verschiedenen Trailläufer*innen gut ins Regal passt – gerade wenn eher der Weg und das Abenteuer das Ziel sind und nicht die beste Wettkampfzeit. Außerdem ist der SAUCONY Peregrine 10 auch ein guter Einstiegsschuh ins Trailrunning: Nicht zu stark oder schwach gedämpft ist der Allrounder ein sehr ausgewogener Trailschuh.

Tester: Milan, RUN1ST

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