Test: Mizuno Wave Shadow

Schnell, leicht, Mizuno

Mit dem Mizuno Wave Shadow bringt der japanische Laufhersteller den geistigen Nachfolger des Mizuno Wave Sayonara auf den Markt. Ob das schnelle Leichtgewicht überzeugen kann, klären wir im Test.

Kurz vorweg: Der Mizuno Wave Sayonara war und ist einer meiner absoluten Lieblingsschuhe. Deswegen war ich sehr enttäuscht, als ich hörte, dass es keinen Sayonara 4 geben soll. Umso gespannter bin ich, ob der neue Mizuno Lightweight-Trainer diese Lücke schließen kann. Dementsprechend hoch sind meine Erwartungen an den Mizuno Wave Shadow.

 

Der erste Eindruck

Optisch lässt der Mizuno Wave Shadow ganz klar erkennen, dass es sich um einen klassischen Mizuno handelt: typisch japanisch leuchtende Farben und dazu die Mizuno-typische Wave-Dämpfung. Auffällig ist sofort, wie flach der Mizuno Wave Shadow verarbeitet ist. Dies verleiht dem Laufschuh einen sportlichen und dynamischen Look. Der Vorfußbereich besteht aus einem sehr weichen und dehnbaren Mesh-Material. Der Mittelfuß ist durch aufgesetzte Applikationen verstärkt. Die Fersenkappe ist ebenso relativ fest, was dem Fuß zusätzliche Stabilität verleihen soll.

Der Innenschuh ist weich verarbeitet. Er fühlt sich soft an, aber umschließt den Fuß fest und sorgt für ein sicheres Tragegefühl. Im Vergleich zum Sayonara kommt mir der Mizuno Wave Shadow sogar noch etwas fester vor. Das kann auch daran liegen, dass mein alter Sayonara schon recht ausgelatscht ist.

Die Sohle ist am Vorfuß erstaunlich flexibel. Ich bin gespannt, wie sich das auf der Straße auswirkt. Die Wave-Platte zieht sich durch den Fersenbereich bis hin zum Mittelfuß, wo sie eine Art Torsionsstütze bildet. Diese soll zu extreme Verdrehbewegungen des Fußes vermeiden. Besonders bei längeren Läufen kann dies sehr hilfreich sein.

Generell macht der Mizuno Wave Shadow auf mich einen positiven Eindruck. Er ist dem Sayonara sehr ähnlich, aber etwas flacher und leichter. Also ab nach Draußen!

Ballern

Eines ist klar, der Mizuno Wave Shadow ist kein Komfortschuh für langsame Läufe. Von der ersten Sekunde verleitet der flache Aufbau zu einem dynamischen und reaktiven Laufstil. Die vom Hersteller angegeben acht Millimeter Sprengung fühlen sich auf der Straße für mich deutlich flacher an. Ich hätte den Mizuno Wave Shadow eher auf 4 Millimeter geschätzt. Die Dämpfung im Vorfußbereich ist relativ fest, was für einen kräftigen Abdruck hervorragend ist. Dadurch verschwindet so wenig Energie wie möglich in die Dämpfung. Der Mittelfuß und der Fersenbereich sind dagegen weicher gedämpft, wodurch das Aufsetzen ohne spürbare Erschütterung stattfindet.

Der Vorfuß ist sehr knackig, direkt und bodennah, was für eine hervorragende Traktion und Bodenhaftung sorgt. Der Mizuno Wave Shadow fühlt sich extrem sportlich an – irgendwie "tiefergelegt".

Auf der Straße ist der Mizuno Wave Shadow zu Hause, obwohl er mir besonders viel Spaß auf Wald- und Reitwegen macht. Der Schuh ist eigentlich als Straßenschuh konzipiert, verfügt jedoch über eine erstaunlich gute Traktion.

Fazit: Mizuno Wave Shadow

Ist der Mizuno Wave Shadow besser als der Sayonara? Für mich ist er das. Besonders gefällt mir der Mix aus Leichtigkeit und der komfortablen aber reaktiven Dämpfung. Nach mehreren Testläufen mit dem Mizuno Wave Shadow ist mein Highlight der besonders flexible Vorfußbereich, der beim Abdruck ein „Barfuß-Feeling“ vermittelt. Dank des Mizuno Wave Shadow brauche ich dem Mizuno Wave Sayonara nicht nachtrauern.

Der Mizuno Wave Shadow ist für alle leichten Neutralläufer, die einen schnellen und dynamischen Trainingsschuh suchen, eine Top-Empfehlung. Well done Mizuno!

Tester: Lukas Lohse, RUN1ST

Produkte
bei Händler reservierbar
MIZUNO Wave Shadow (Herren) MIZUNO Wave Shadow (Herren)
129,95 € *
bei Händler reservierbar
MIZUNO Wave Shadow (Damen) MIZUNO Wave Shadow (Damen)
129,95 € *

Zuletzt angesehen