Test BROOKS Trace

Es lebt sich gut zwischen Komfort und Dynamik

Für heute steht der BROOKS Trace auf dem Testplan. Der Trace ist ein neuer Laufschuh aus dem Hause BROOKS, der gleich mehrere Lücken gleichzeitig schließen soll. Der Trace gehört zur Cushion-Linie, also den BROOKS-Laufschuhen, die vor allem durch ihren Komfort glänzen. Hier reiht er sich neben dem Ghost und dem Glycerin ein, will aber gar nicht die plüschig weiche Tradition fortführen. Stattdessen ist der BROOKS Trace das Übergangsmodell in die Energize-Kategorie. Wie und vor allem ob das funktioniert, gilt es nun zu testen.

 

Warum noch ein neuer Laufschuh?

Wer sich die Produktpalette von BROOKS anguckt, der könnte meinen, dass ein weiterer Laufschuh hier eigentlich nicht benötigt wird. Dennoch hat der BROOKS Trace so einige Raffinessen und Besonderheiten am Start, die ihm helfen, sich vom Rest des BROOKS-Universums abzugrenzen. Das beginnt schon beim Preis. Mit seinen 100 Euro UVP ist er für einen BROOKS unschlagbar günstig. Unter dem Preis leidet aber nicht die Technologie. In der Zwischensohle kommt die BioMoGo-DNA-Dämpfung zum Einsatz. Diese passt sich erfahrungsgemäß adaptiv dem Laufstil an. So soll es mögliche sein, den BROOKS Trace sowohl locker lässig als auch dynamisch schnell zu laufen. Die weicheren Schuhe von BROOKS setzen auf das stärker dämpfende DNA-LOFT. Hier zeigt sich also die erste Kombination aus Komfort und Performance. Für ein noch besseres Abrollverhalten hat der BROOKS Trace auch ein Segmented Crash Pad am Start. Erfunden, um unangenehme Stöße vom Fuß wegzuhalten, eignet sich diese raupenförmige Konstruktion hervorragend als Tempomacher. Durch die gewisse Härte geht das Abrollen besonders leicht vom Fuß und so soll der BROOKS Trace einen dynamisch federnden Lauf unterstützen.

Mal schnell, mal gemütlich im BROOKS Trace

Aus dem Schuhkarton gehoben, gibt sich der Trace unmittelbar als BROOKS-Laufschuh zu erkennen. Hier stimmt die Verarbeitung und schon in der Hand fühlt sich der Trace hochwertig an. Was auch auffällt: Der BROOKS Trace ist erstaunlich leicht. Mit seinen 252 Gramm in der Standardgröße grenzt er sich erneut von Glycerin und Ghost ab, die dann doch einige Gramm mehr auf die Waage bringen.
Angezogen setzt sich dieses Gefühl fort. Auch am Fuß fühlt sich der Trace angenehm leicht an. Das Obermaterial aus Engineered Mesh ist weich und anschmiegsam. Hier lässt der BROOKS Trace definitiv den Komfort raushängen und bietet mir ein angenehmes Schlupfgefühl. Auch die Silhouette des BROOKS Trace steht ein wenig zwischen den Stühlen. Der Neutralschuh ist weder breit noch extrem stromlinienförmig, sondern irgendwo dazwischen. Ansonsten wirkt der BROOKS Trace ein wenig minimalistisch, was mir persönlich immer gut gefällt.
Ich laufe los. Es braucht nur wenige Meter, bis mir die ersten Gedanken zum BROOKS Trace in den Kopf sprudeln. Der erste Eindruck: Puh ganz schön viel Sprengung. Tatsächlich hat der Trace mit 12 Millimetern ein sehr stark ausgeprägtes Offset. Mir persönlich ist das ein wenig zu viel, ich laufe aber auch am liebsten schnelle Schuhe mit minimaler Sprengung. Gerade Läuferinnen und Läufer, die sich noch langsam in den Performance-Bereich vortasten, können von der Unterstützung in der Abrollphase sicher profitieren.
Als Nächstes fällt auf, dass BioMoGo-DNA und das Segmented Crash Pad ihren Job hervorragend ausführen. Der BROOKS Trace schiebt mich an und verleitet mich dazu, direkt mal auf die Tube zu drücken. Ich habe hier keinen Wettkampf- oder Speed-Schuh an den Füßen, aber dennoch kann der BROOKS Trace eine Menge Spaß bei schnelleren Läufen machen. Nach drei Kilometern im schnellen Tempo fällt mir dann wieder ein, dass ich den Laufschuh vielleicht noch weiter abklopfen sollte. Als ich das Tempo drossle, kann ich mich noch einmal intensiver auf die anderen Eigenschaften des Trace konzentrieren. Das Obermaterial liegt herrlich weich an meinem Fuß und gibt mir dieses BROOKS-Komfortgefühl, das so viele Läuferinnen und Läufer lieben. Auch das bereits angesprochene Gewicht bringt beim Laufen eine Menge Spaß, da ich nicht das Gefühl habe, den Laufschuh mitziehen zu müssen. Für meinen Geschmack dürfte der Trace noch etwas enger im Mittelfußbereich sitzen, damit auch bei Tempopassagen noch mehr Kontakt zwischen Fuß und Laufschuh besteht. Ansonsten gefallen mir auch die letzten Kilometer meiner Testrunde, in denen ich gemütlicher laufe und den Laufschuh und die Umgebung auf mich wirken lasse, ausgesprochen gut. Der BROOKS Trace kann eben beides.

Fazit: BROOKS Trace

Nach meinem Test bleibt mir nur ein Fazit: Der BROOKS Trace ist ein cooler Laufschuh. Cool auf mehreren Ebenen. Der Trace kann locker und schnell laufen und ist sowohl komfortabel als auch dynamisch, dazu hat er einen tollen Preis und sieht gut aus. Der ideale Laufschuh für Einsteigerinnen und Einsteiger und solche, die von Komfort zu Tempo wechseln wollen.

Produkte
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