Test: ADIDAS Solarglide 5

Einsteigen, loslaufen und nie anhalten

Der ADIDAS Solarglide 5 ist nicht unbedingt der bekannteste Laufschuh aus dem Sortiment des deutschen Sportartikelriesen. Nach meinem Test bin ich der Meinung, dass der Neutralschuh ruhig mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Der Laufschuh konzentriert sich von der Ausrichtung her auf eine angenehme Dämpfung, kontinuierliches Abrollen und eine angenehme Trittsicherheit. Wer jetzt denkt, das klingt ja eigentlich nach Ultraboost, der irrt nicht unbedingt. Die beiden Modelle trennt dann aber doch mehr, als es auf den ersten Blick scheint.

 

Technische Raffinesse à la ADIDAS

Auch wenn der Solarglide 5 vielleicht weniger bekannt ist als seine Brüder und Schwestern von ADIDAS, hat er trotzdem den Rucksack voll mit gefuchsten Ideen. Das Markanteste ist dabei vermutlich die Zwischensohle, die durch eine Dreiteilung das Beste aus verschiedenen Welten vereinen soll. Die eigentliche Dämpfungstechnologie ist dabei ADIDAS Boost. Das Material kommt in vielen Schuhen, wie zum Beispiel auch dem Ultraboost zum Einsatz. Kleine Kugeln aus TPU drücken sich beim Auftreten zusammen und bieten so eine besonders komfortable Dämpfung. Sobald der Druck nachlässt – der Fuß also wieder den Boden verlässt – springen die Kugeln explosionsartig zurück in ihre Ausgangspositionen und bringen so eine besonders dynamische Energierückführung. Darüber setzt ADIDAS wie zum Beispiel auch im SolarControl auf das LEP 2.0-System. LEP steht für Linear Energy Push und ersetzt das ehemalige Torsion System. Das System gibt deinem Abrollverhalten eine angenehme Struktur und optimiert die Übersetzung des Laufschuhs. So soll es möglich sein, kontinuierlich und mit einer gewissen Grundstabilität zu laufen. Damit der ADIDAS Solarglide 5 noch die Extraportion Komfort bieten kann, liegt über dem LEP 2.0 dann noch eine Schicht weicher EVA-Dämpfung. Diese soll direkt am Fuß eine angenehme Weichheit bieten, damit man sich pudelwohl fühlt. Ob das auf mich zutrifft, wird sich zeigen.

Das Schlupfgefühl des ADIDAS Solarglide 5

Mein Testschuh gefällt optisch auf Anhieb. Dabei ist mir aber natürlich auch bewusst, dass ich ein kleiner ADIDAS-Fanboy bin und sowieso fast jedes Design der Marke liebe. Der Schuh ist sportlich und hat durch die BOOST-Dämpfung definitiv ein Eyecatcher-Element an Bord. Mir fällt auf, dass der ADIDAS Solarglide 5 kein absolutes Leichtgewicht ist. Schon in der Hand machen sich die 335 Gramm (in der Damenvariante sind es 280 Gramm) bemerkbar. Das soll aber nicht heißen, dass der ADIDAS Solarglide 5 besonders schwer wäre, denn viele Laufschuhe wiegen mehr. Aber die sportliche Silhouette vermittelt den Anschein besonderer Leichtigkeit. Ich schlüpfe kurzerhand in den Schuh und fühle direkt den unmittelbaren Komfort. Unter meinem Fuß beweist die Dreiteilung des Sohlenaufbaus ihr können. Aber auch das Gesamtpaket stimmt. Das funktionale Obermaterial liegt direkt und eng am Fuß und gibt mir so einen sehr direkten Kontakt zu dem Neutralschuh. Das Obermaterial besteht dabei zu 50 Prozent aus Prime-Blue-Material. ADIDAS und Parley stellen das Material aus Plastik, welches aus dem Meer gefischt wird, her. So kann der ADIDAS Solarglide 5 dazu beitragen, gegen die Verschmutzung unserer Meere anzukämpfen.

Laufen im ADIDAS Solarglide 5

Nach diesem kurzen Check-In brennt es mir unter den Füßen, den ADIDAS Solarglide 5 auf die Strecke zu schicken. Ich entscheide mich für mehr oder weniger ruhige 10 Kilometer, während der ich mit einigen Tempo- und Untergrundwechseln den ADIDAS Solarglide 5 so richtig auf die Probe stellen will. Ich muss ehrlich gestehen, dass die ersten eineinhalb Kilometer alles andere als rund laufen. Ich finde nicht zu meinem Tempo im ADIDAS Solarglide 5. Erst nachdem mir bewusst wird, dass ich mir nicht so viele Gedanken machen sollte, fällt mir auf, dass der ADIDAS Solarglide 5 genau weiß, wie schnell ich ihn laufen sollte. Durch die weiche Dämpfung war ich zu Beginn etwas eingeschüchtert. Da habe ich dem ADIDAS Solarglide 5 aber Unrecht getan. Der Neutralschuh läuft sich alles andere als schläfrig oder langsam. Ich kann dynamisch und vor allem flüssig nach vorne laufen und dadurch auch schnellere Tempi angehen. Als der ADIDAS Solarglide 5 und ich in den Flow kommen, fliegen wir zusammen über den Asphalt und ich erfreue mich am angenehmen Laufgefühl. Bemerkenswert ist dabei auch der Grip, den ich auf allen Untergründen genieße. Heute Morgen hat es geregnet, aber weder der nasse Asphalt noch leicht matschige Parkwege stellen den ADIDAS Solarglide 5 vor echte Herausforderungen. Das liegt definitiv an der Außensohle aus Continental-Gummi. Viele Laufschuhe von ADIDAS profitieren seit Jahren von der Kooperation und auch im Solarglide 5 funktioniert sie hervorragend.

Fazit: ADIDAS Solarglide 5

Als ich wieder zu Hause angekommen bin, ziehe ich mein Resümee. Nach Startschwierigkeiten konnten der ADIDAS Solarglide 5 und ich hervorragend zusammenfinden. Als ich mich eingegroovt hatte, waren auch Tempowechsel problemlos möglich. Mich überzeugt die Vielseitigkeit dieses Laufschuhs. In meiner Begeisterung sind aus 10 auch direkt 12 Kilometer geworden und genau das ist die Stärke des ADIDAS Solarglide 5. Dieser Laufschuh ist unermüdlich und pusht dich zu neuen Distanzen. Das liegt definitiv auch an der Grundstabilität, die man so in nicht vielen Neutralschuhen finden kann. Somit ist der ADIDAS Solarglide 5 der perfekte Laufschuh für Neutrallaufende, die mit einem ausgewogenen Laufschuh richtig Strecke machen wollen.


Tester: Milan, RUN1ST

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