Test: ADIDAS Adizero Boston 10

Technischer Flitzer

Der ADIDAS Adizero Boston 10 ist ein über die Jahre wirklich wechselbarer Laufschuh. Ursprünglich für den Marathon konzipiert, sprang dieser schnelle Lightweight-Trainer des Öfteren zwischen mehr Komfort und mehr Dynamik hin und her. Die zehnte Variante profitiert nun von neuen Carbonelementen, die den Neutralschuh so richtig schnell machen sollen. Ich freue mich darauf, den Schnellstarter testen zu dürfen und gehe ganz ohne Vorurteile an diesen Test, da ich zuvor noch keinen Boston gelaufen bin.

 

Viel Platz für Tech Talk

Über die Technologien des ADIDAS Adizero Boston 10 könnte ich einen eigenen Text schreiben, so ausgefeilt ist dieser Laufschuh. Um den Rahmen aber nicht zu sprengen, nehme ich mir lieber einige Zeilen, um die besonders wichtigen Elemente zu beleuchten. Da ergibt es Sinn, bei der Zwischensohlendämpfung zu beginnen: Diese ist im ADIDAS Adizero Boston 10 eine Kombination aus dem Lightstrike Pro Schaum und der Lightstrike-EVA-Technologie. Zusammen sollen die beiden Materialien vor allem eins geben: Speed. ADIDAS spricht von einer besonders hohen Dynamik und direkten Energierückführung. Das Besondere ist jedoch dabei, dass auch der Komfortfaktor gegeben sein soll und die Zwischensohle zusätzlich besonders lange und konstant dämpfen soll. Zusätzlich zu diesen beiden sowieso schon schnellen Materialien hat der ADIDAS Adizero Boston 10 auch noch die ENERGYRODS am Start. ENERGYRODS nennt ADIDAS die steifen Carbonstreben, die beim Abrollen ähnlich wie andere Carbonplatten einen enormen Schub generieren. Alle Technologien im Einklang sollen den ADIDAS Adizero Boston 10 besonders dynamisch, reaktiv und gleichzeitig beständig ausdauernd machen.

Ebenfalls erwähnenswert: Das Obermaterial des ADIDAS Adizero Boston 10 besteht zu 50 Prozent aus recycelten Materialien und zusätzlich musste für die Produktion kein neues Plastik verwendet werden. Hier versucht ADIDAS mit den Primeblue- und Primegreen-Kollektionen bereits seit geraumer Zeit eine Einwirkung im Bereich Umweltschutz zu erzielen. Etwas, was meiner Meinung nach definitiv ein Pluspunkt für die jeweiligen Produkte ist.

Das erste Beschnuppern

Mein Testschuh macht optisch schon mal was her. Mir gefällt das neue Design, es erinnert mich gerade in Weiß ein wenig an oldschool Sneaker und sieht somit sehr lässig aus. Ganz und gar nicht lässig ist dann aber das Gewicht des ADIDAS Adizero Boston 10: Die 286 Gramm sind schon in der Hand erfrischend leicht und machen Lust darauf, mit dem ADIDAS Adizero Boston 10 über den Asphalt zu fliegen. Auch die Gesamthaptik gefällt und so dauert es nicht lange, bis beide Füße fest im ADIDAS Adizero Boston 10 stecken. Stehend fallen die ENERGYRODS ein wenig auf. Der Laufschuh wirkt auf mich sehr fest, insgesamt eine Ausrichtung, die mir persönlich sehr gefällt. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob der ADIDAS Adizero Boston 10 auch beim Laufen funktioniert und harmoniert.

Eine SCHNELLE Runde

Also warte ich nicht lange und bringe den ADIDAS Adizero Boston 10 auf die Piste. Ich versuche normalerweise zu Beginn eines Tests immer etwas langsamer zu laufen und den Laufschuh auf mich wirken zu lassen. Nun bin ich aber aufgrund der Vorrecherche schon so gespannt auf den Boston 10, dass ich mich nicht so recht zurückhalten kann. Demnach gebe ich von Beginn an Gas und lasse meine Füße nur so fliegen. Die Zwischensohle des ADIDAS Adizero Boston 10 bietet dabei genau das, was sie soll: Der Lightweight-Trainer reagiert äußerst direkt und pusht mich bei jedem Schritt nach vorne. Die ENERGYRODS tun ihr Übriges und katapultieren mich förmlich aus der Abrollbewegung heraus. Das ist zu Beginn, gerade wenn man so wie ich normalerweise keine carbonverstärkten Laufschuhe läuft, natürlich etwas ungewohnt, macht aber dennoch einen Heidenspaß.

Wie immer bin ich übrigens begeistert von der Sohle. Diese besteht wie bei vielen ADIDAS-Laufschuhen aus Gummi von Continental. Das straßenoptimierte Gummi findet hervorragenden Halt auf Asphalt. Nun ist es zwar heute trocken, es lässt sich aber festhalten, dass der ADIDAS Adizero Boston 10 in puncto Grip hervorragend performt. Aus Erfahrung lässt sich davon ausgehen, dass diese Qualitäten auch bei Feuchtigkeit nicht nachlassen.

Beim Obermaterial fällt vor allem auf, dass nichts auffällt. Skeptikerinnen und Skeptiker würden einem Primegreen-Material vermutlich geringere Funktionalität unterstellen, diese kann ich aber nicht feststellen. Das Material sitzt gut und ermöglicht eine angenehme Luftzirkulation.
Von meiner ganzen hier gut nachlesbaren Begeisterung beflügelt, habe ich nicht ganz so optimal auf meine Geschwindigkeit geachtet. Dadurch bin ich förmlich über meine Route gerast. Das ist zwar gut für die Statistik, nicht aber für meinen Körper. Nach 7 sehr schnellen Kilometern muss ich vorerst aufgeben, weiß aber bereits, dass das nicht mein letzter Run im ADIDAS Adizero Boston 10 war.

Fazit: ADIDAS Adizero Boston 10

Der ADIDAS Adizero Boston 10 ist frisch und schnell. Mir macht dieser Lightweight-Trainer eine Menge Spaß und ich freue mich schon, auch längere Strecken in dem Neutralschuh in Angriff zu nehmen. Diese sind nämlich dank des gewissen Komfortfaktors in der Zwischensohle definitiv auch machbar. Etwas will ich aber nicht unerwähnt lassen: Trotz der nur kurzen Belastung hatte ich am nächsten Tag etwas Muskelkater. Deswegen lautet mein Rat: Erst mal langsam beginnen und der Muskulatur Zeit geben, sich an die carbonverstärkte Dynamik zu gewöhnen. Danach ist der ADIDAS Adizero Boston 10 ein dynamischer und leichter Laufschuh für jede Distanz.

Tester: Milan, RUN1ST

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