Laufschuh Dämpfungen

Welche Laufschuh Dämpfung soll es sein?

Die Dämpfung ist der elementare Bestandteil eines jeden Laufschuhes und ist entscheidend für dessen Eigenschafts- und Einsatzspektrum. Die Qualität ist im Falle der Laufschuhdämpfung immer maßgebend und hier muss mehr nicht gleich besser sein. Hierbei kommt es auf den Läufertypus an.

Im stetig breiter werdenden Laufschuhsegment kann man schnell die Übersicht verlieren. Als Kompass haben wir hier für dich das Wichtigste zusammengestellt:

Wie viel Dämpfung und welches Dämpfungssystem sind für dich geeignet und wie du das herausfindest. Eine List der verschiedenen Dämpfungsmaterialien und deren Vor- und Nachteile. Eine Liste über die unterschiedlichen Dämpfungssysteme der einzelnen Laufschuhhersteller und deren Funktionsweisen.

 

Wie viel Laufschuh Dämpfung benötigst du?

Besonders bei der Wahl deiner Laufschuh Dämpfung ist unerlässlich, dass du die für dich ideale Dämpfungsstärke für deinen persönlichen Laufstil und deine Bedürfnisse herausbekommst. Bei dieser Suche gibt es ein paar Dinge, auf die du achten solltest.

1) Laufschuh Dämpfung: Der erste Eindruck zählt

Häufig wird der erste Eindruck überhaupt nicht beachtet – das erste Gefühl beim Hineinschlüpfen in einen Laufschuh, welches durch taktile und haptische Reize an unser Gehirn gesendet wird. Die Füße verfügen, wie auch unsere Hände über tausende Nerven und Nervenenden und nehmen automatisch eine erste Bewertung ihrer natürlichen oder auch künstlichen Umgebung vor. Sie wissen meist schneller als wir, was gut oder auch schlecht für sie ist.
Aber besonders Laufanfänger können dabei auch getäuscht werden, denn weichere Laufschuhe mit viel Dämpfung werden sich am Anfang häufig angenehmer anfühlen, als wenig gedämpfte, schnellere Laufschuhe. Daher ist auch der zweite, pragmatischere Gefühlseindruck wichtig. Einige Meter vor der Tür oder auf dem Laufband zu absolvieren, um herauszufinden, wie sich die Laufschuh Dämpfung beim aktiven Laufen anfühlt, ist in jedem Fall ratsam.

Eine Laufschuh Dämpfung darf nie zu weich sein. Sinkst du schon beim Stehen in der Schuhsohle ein, ist die Dämpfung definitiv zu stabil für dich. Dann solltest du dich nach einem weniger gedämpften Laufschuh umsehen. Wenn du aber andererseits den Laufuntergrund beim Joggen zu stark spürst und jedes Aufsetzen sich in einem starken Stoß äußert, ist ein Laufschuh mit mehr Dämpfung gefragt.

2) Laufschuh Dämpfung: Mehr Dämpfung gleich mehr Gewicht

Deutlich naheliegender als Punkt 1) dürfte sein, dass das individuelle Gewicht eines Läufers zur Wahl der Laufschuh Dämpfung beiträgt. Ein schwererer Läufer braucht zumeist mehr Dämpfung oder als allgemeine Faustregel formuliert: proportional zum Gewicht des Läufers sollte die Laufschuh Dämpfung zunehmen.
Mehr Dämpfung heißt allerdings nicht direkt, dass der Laufschuh auch weicher ist. Für schwere Läufer speziell ist es wichtig, einen Laufschuh mit mehr, aber auch härterer Dämpfung zu wählen, da diese sich ansonsten nur undefiniert verformt, anstatt die nötige Stabilität zu geben.

3) Laufschuh Dämpfung: Lauftempo

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Wahl der Laufschuh Dämpfung ist das Lauftempo. Dabei ist zu beachten, dass jedes Dämpfungssystem einen Teil der Bewegungsenergie schluckt. Die Höhe der so ungenutzten Energie variiert je nach Gewicht des Läufers in Kombination mit der Wahl der Dämpfungsart und -stärke. Daher ist es auch energetisch von Vorteil, ein passendes Dämpfungssystem für sich zu finden.
Wenn du zum Beispiel einen Laufschuh für schnelle, kurze Laufeinheiten brauchst, ist es sinnvoller, wenn du es mit weniger Dämpfung probierst. Dabei gilt aber als andere Begrenzung wieder Regel 1): so wenig Dämpfung, dass du den Boden unangenehm spürst ist auch falsch gewählt. Für längere Läufe ist es insgesamt angezeigt, ein Modell mit etwas mehr Laufschuh Dämpfung zu wählen um die Gelenke zu entlasten.

4) Laufschuh Dämpfung: Der Fußaufsatz als Variable

Es wird nach drei Fußaufsatz-Typen unterteilt: Vorfuß, Mittelfuß und Fersenläufer. Richtig oder falsch gibt es dabei nicht. Jedoch hat die Auswahl des Fußaufsatzes einen großen Anteil daran, welche Laufschuh Dämpfung für dich geeignet ist.
Die meisten Laufanfänger beginnen als Fersenläufer. Laufschuhe für diese Art des Fußaufsatzes sind daher in diesem Bereich besonders ausgeprägt abgedämpft. Das ist auch erforderlich, da Fersenläufer über diesen Stil besonders viel Gewicht auf die Gelenke übertragen.
Weniger Laufschuh Dämpfung brauchen die Vorfußläufer, da diese sich weniger auf die Dämpfung verlassen. Bei diesem Laufstil wird die Energie von Wadenmuskulatur und Achillessehne abgefedert und wieder freigegeben.
Mittelfußläufer sind dazwischen beheimatet.

Laufschuh Dämpfung: Materialkunde

Jeder Laufschuhhersteller gibt bei der Thematik Laufschuh Dämpfung gerne ein eigenes Konzept an. Viele Dämpfungsarten gründen jedoch auf den gleichen Werkstoffen.

Laufschuh Dämpfung: EVA

Die wohl gängigste und auch bekannteste aller Laufschuh Dämpfungen besteht aus dem Polymer Ethylvinylacetat. Dieses Material hat besondere Eigenschaften hinsichtlich seiner Flexibilität, Belastbarkeit und Hitzebeständigkeit. Daher wird es von vielen Markenherstellern als Dämpfungsmaterial geschätzt und kommt häufig als Hauptbestandteil der Mittelsohlendämpfung zum Einsatz. Es kann durch Aufschäumen in seiner Dichte und Shore-Härte differieren, wodurch sich EVA besonders gut als strukturgebendes Dämpfungsmaterial eignet.

Laufschuh Dämpfung: PU

Polyurethan kommt besonders bei Stabilschuhen zur Geltung, da es deutlich härter, fester und damit schwerer als das EVA-Material ist. Dabei ist PU allerdings noch flexibel genug, um als Laufschuh Dämpfung Verwendung zu finden.

Laufschuh Dämpfung: TPU

Thermoplastisches Polyurethan ist ein, hauptsächlich bei BASF produzierter Werkstoff, mit welchem man sich dem Thema Energierückgewinnung widmet. Er wird, wie die Bezeichnung schon nahelegt, auf der Basis von PU hergestellt, ist jedoch weicher und flexibler als dieses Material. Dazu ist TPU ähnlich belastbar. Durch diese Eigenschaften entsteht das, was im Läuferjargon häufig unter dem Wort „Trampolineffekt“ kursiert. TPU wechselt unter Gebrauch immer wieder in seine Ursprungsposition zurück, wodurch die Energie, die beim Fußaufsatz abgegeben wird, zum Teil für den nächsten Schritt wieder verfügbar ist.
Die Energieeffizienz ist daher deutlich höher als bei der Standard-EVA-Dämpfung – Nachteil: TPU ist auch um einiges schwerer.

Laufschuh Dämpfung: Foam

Schaum (engl.: foam) entsteht, wenn zwei verschiedene Phasen, in diesem Fall fest und gasförmig, miteinander verbunden werden. Im Falle des Dämpfungsmaterials Foam wird dabei Kunststoff mit Luft oder Stickstoff aufgeschäumt, wobei Gasbläschen im festen Material eingeschlossen werden. Dadurch erhält die Dämpfung eine Volumenvergrößerung ohne nennenswerte Gewichtszunahme. Foam-Dämpfungen können unter Kompression leicht zusammengepresst werden, wodurch Laufschuhe mit einer solchen Dämpfung besonders flexibel und anpassungsfähig sind.

Laufschuh Dämpfung: Flüssigkeit

Nicht ganz so verbreitet ist bei Laufschuhherstellern die Verwendung flüssiger oder zähflüssiger Dämpfungssysteme. Hierbei werden Flüssigkeiten eingesetzt deren Fließverhalten einem „nicht Newton'schen Fluid“ entspricht. Für Laufschuhtechnik heißt das, dass die Festigkeit der Dämpfung zunimmt je höher der Druck steigt. Durch diese Eigenschaften sind Laufschuhe mit Flüssigkeitsdämpfung sehr individuell in ihrer Anpassungsfähigkeit. An stark belasteten Stellen verdichtet sich das Material, wird fester und kann dem Läufer mehr Stabilität verleihen.