Blasen vom Laufen?

So verhinderst du die schmerzhaften Blessuren

Vermutlich hatte jeder von uns schon welche: Die Rede ist von Blasen. Die schmerzhaften Stellen haben sicherlich schon den ein oder anderen Lauf zerstört. In unserem Blogartikel wollen wir dir Tipps und Tricks an die Hand geben, wie du dich gegen Blasen schützen kannst und erklären, wie diese entstehen.

 

Woher kommen eigentlich die Blasen?

Meistens bekommen wir Blasen, wenn beim Laufen etwas drückt oder scheuert. So kann es gerade bei neuen und noch nicht eingelaufenen Laufschuhen dazu kommen, dass sich an unseren Füße Blasen bilden. Aber nicht nur der Laufschuh kann schuld an einer Blase sein. Auch die falschen Socken, ein ungewohnter Untergrund, eine unübliche Abrollbewegung oder zu viel Feuchtigkeit im Schuh können die Bildung von Blasen begünstigen. Um zu verstehen, wie Blasen entstehen, ist es wichtig zu wissen, dass es drei Hautschichten gibt. Die oberste Hautschicht ist die Epidermis, darunter liegt die Dermis oder auch Corium und wiederum darunter die Subcutis. Eine Blase entsteht, wenn sich die Hautschichten voneinander lösen. Das passiert entweder durch viel Reibung oder andauernden Druck. Manche Menschen neigen aufgrund ihrer genetischen Veranlagung dazu, schneller Blasen zu bekommen als andere. Die erste Stufe einer Blase ist dabei nur eine leichte Rötung und eventueller Juckreiz. Wenn sich aufgrund der Ablösung Wundflüssigkeit an der entsprechenden Stelle sammelt, entsteht dann eine richtige, flüssigkeitsgefüllte Blase.

Blasen verhindern

Um die Entstehung von Blasen zu verhindern, gibt es einige Tricks. Dabei geht es aber fast immer darum, die bereits beschriebenen Faktoren zu minimieren.

Die richtigen Laufschuhe

Ein leichter Trick für blasenfreie Läufe sind gute Laufschuhe. Laufschuhe sollten im Optimalfall aus hochwertigen Materialien gefertigt sein und anschmiegsam an deinen Fuß passen. Das bedeutet, dass du an den Zehen viel Platz hast und mit der Ferse angenehm vom Schuh gehalten wirst, ohne das es drückt. Die meisten Laufschuhe solltest du übrigens ein bis zwei Nummern größer kaufen als deine normalen Sneaker. Im Stehen sollest du noch einen Daumen breit Platz zwischen deinen Zehen und dem vorderen Ende des Obermaterials haben.

Die richtigen Laufsocken

Auch die Sockenwahl hilft, Blasen zu vermeiden. Hier solltest du auf Laufsocken setzen, die enger am Fuß sitzen und dadurch nicht verrutschen. Während du in Laufschuhen gerne etwas mehr Platz haben darfst, sollten deine Laufsocken eng und direkt am Fuß liegen. Achte außerdem darauf, dass die Socken keine großen Nähte aufweisen, die beim Laufen an deinem Fuß reiben könnten. Profitipp: Bei Laufsocken ist es tatsächlich sehr ratsam, die richtige Socke an den entsprechenden Fuß zu ziehen. Die rechte Socke ist meistens anders geschnitten als die linke, damit sich beide ideal an „ihren“ Fuß legen.

Tape, Pflaster und Co.

Wenn du schon weißt, dass du zu Blasen neigst, kann dir auch ein vorbeugendes Tape oder Pflaster dabei helfen, beschwerdefrei zu laufen. Wenn die bei dir häufig betroffene Stelle noch einmal zusätzlich gepolstert ist und vor direkter Reibung geschützt ist, kann das die Blasenbildung verzögern.

Inzwischen gibt es auch diverse Sprays und Cremes auf dem Markt, die einen dünnen Film auf der Haut hinterlassen und so vor Blasen schützen sollen. Hier gehen die Meinungen der Läuferinnen und Läufern auseinander. Während einige auf die Wundermittel schwören, sehen andere hier reine Geldverschwendung.

Wenn die Blase da ist: Aufstechen oder nicht?

Zum Abschluss wollen wir noch eine große Frage, die immer wieder im Kontext von Blasen auftaucht, klären: Soll eine Blase aufgestochen werden? Die Frage lässt sich nicht ganz leicht beantworten. Generell solltest du die Blase so gut es geht in Ruhe lassen und darauf warten, dass sie von alleine abheilt. Durch das Aufstechen kann es nämlich zu schmerzhaften Entzündungen kommen. Wenn die Blase aber auch nach zwei Tagen noch mit Flüssigkeit gefüllt ist, kannst du über das Aufstechen nachdenken, dann musst du aber im Idealfall einige Hinweise befolgen. Desinfiziere eine Nadel und die betroffene Hautstelle. Steche zwei kleine Löcher mit der Nadel in die obere Schicht der Blase. Drücke die Flüssigkeit mit einem sterilen Tuch heraus und desinfiziere die Wunde anschließend noch einmal. Am besten trägst du dann noch eine entzündungshemmende Salbe auf. Zieh auf keinen Fall die Haut von der Blase ab.